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Effizientes Kalkulieren beim Abbund: Tipps vom Professor, Dezember 2008
Ein professioneller Anbieter von abgebundenem Holz muss in zwei Richtungen agieren: Einerseits muss er passgenau die bestellten Hölzer zuschneiden – und andererseits muss er seine Dienstleistung möglichst gewinnbringend verkaufen. Um dies zu erreichen, ist eine genaue Angebotskalkulation von entscheidender Bedeutung. Der Verband HIGH-TECH-ABBUND im Zimmererhandwerk e.V. veranstaltete hierzu ein Tagesseminar in der Fachhochschule Rosenheim.
Damit ein Holzbauunternehmen oder ein Abbundzentrum wirtschaftlich gesehen möglichst 'rund' läuft, müssen vorab verschiedene Fragen untersucht werden:
- Was kostet die Stunde, was kostet die Maschinenstunde?
- Wie hoch sind die Stückkosten und die Kosten je Meter?
- Ist die geplante Investition wirtschaftlich?
- Rechnet sich der Abbund bei gegebenem Marktpreis, und: Welche Leistung ist zu erzielen?
Um diese Themenkomplexe umfassend und professionell zu untersuchen, verpflichtete der Verband HIGH-TECH- ABBUND einen ausgewiesenen Experten: Professor Dipl.-Ing. Heinrich Köster, von der renommierten Fachhochschule Rosenheim. Der gelernte Zimmerer und diplomierte Betriebswirtschaftler beschäftigt sich mittlerweile seit über 25 Jahren mit der Bewertung und Beurteilung von (Holzbau-) Betrieben.
Zusammen mit 25 Seminar-Teilnehmern spielte der Vizekanzler der FH Rosenheim anhand eines fiktiven Abbundbetriebes eine praktische Kostenrechnung und eine wirtschaftliche Angebotskalkulation durch. Dabei beleuchtete er die unterschiedlichen Ausgangsdaten (Investitionen, Maschinendaten, Kostendaten, Kapazitätsdaten, Abbundprodukte, Zeit- und Leistungsdaten, Kosten/Erlöse, Verwaltung, AV und Vertrieb), ermittelte die Kosten pro Jahr und berechnete die Verwaltungs- und Vertriebskostensätze. Anschließend stellte er ein Kalkulationsbeispiel auf und kam so zu einem konkreten Verkaufspreis/Angebotspreis. Zum Schluss ging er der Frage nach: Welche Mindestmenge ist pro Jahr herzustellen, um alle Kosten zu decken?
Beim Mittagessen nutzten die Verbandsmitglieder die Zeit, um angeregt über Kosten und Kalkulationen zu plaudern. "Der Erfahrungsaustausch unter den Kollegen ist bei solchen Veranstaltungen stets genauso wichtig wie der eigentliche Vortrag", kommentierte der Präsident des Verbandes, Dirk Höfer, die eifrigen Gespräche bei Tisch. Das Seminar ging am späteren Nachmittag mit einem Besuch bei dem interessanten Holzbaubetrieb 'Lebensraum Holz' in Bad Aibling zu Ende. Das gerade erst im Oktober 2007 eröffnete Unternehmen hat sich auf die Planung und den Bau von Passivhäusern spezialisiert. Zimmermeister Uli Zimmermann – nomen est omen! – führte die Verbandsmitglieder durch den Betrieb und erläuterte das Konzept und die Ziele.
Der Verband HIGH-TECH-ABBUND Der bundesweite Verband hat 62 Mitgliedsbetriebe, die sich professionell mit dem maschinellen Abbinden von Bauhölzern befassen. Durch den Einsatz modernster Technik (Computer und High-tech-Abbundanlagen) sind die Mitgliedsbetriebe in der Lage, Hölzer mit höchster Wiederholgenauigkeit auch für komplexe Formen perfekt abzubinden. Dabei erzielen sie eine Präzision und eine Geschwindigkeit, die ein Zimmereibetrieb von Hand nicht bewerkstelligen könnte. Mehr Infos zum Verband unter www.lohn-abbund.de
Text: Peter Mackowiack, Pressestelle Verband HIGH-TECH-ABBUND im Zimmererhandwerk e.V. 70184 Stuttgart, Hackländerstraße 43 www.lohn-abbund.de - info@lohn-abbund.de
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